
| Synonym: | Nickelmonoxid, Oxonickel |
| CAS-NR.: | 1313-99-1 |
| Chemische Formel | NiO |
| Molmasse | 74,6928 g/mol |
| Aussehen | grüner kristalliner Feststoff |
| Dichte | 6,67 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 1.955 °C (3.551 °F; 2.228 K) |
| Löslichkeit in Wasser | vernachlässigbar |
| Löslichkeit | in KCN auflösen |
| Magnetische Suszeptibilität (χ) | +660,0·10−6cm3/mol |
| Brechungsindex (nD) | 2.1818 |
| Symbol | Nickel ≥(%) | Fremdmaterial ≤ (%) | |||||||||||
| Co | Cu | Fe | Zn | S | Cd | Mn | Ca | Mg | Na | Unlöslich Salzsäure (%) | Teilchen | ||
| UMNO780 | 78,0 | 0,03 | 0,02 | 0,02 | - | 0,005 | - | 0,005 | - | - | D50 Max. 10 μm | ||
| UMNO765 | 76,5 | 0,15 | 0,05 | 0,10 | 0,05 | 0,03 | 0,001 | - | 1.0 | 0,2 | 0,154 mm Gewicht BildschirmRückstandMax. 0,02 % | ||
Verpackung: In Eimern verpackt und innen mit Kohäsionsethen versiegelt, Nettogewicht 25 Kilogramm pro Eimer;
Nickel(II)-oxid findet in einer Vielzahl von Spezialanwendungen Verwendung. Man unterscheidet üblicherweise zwischen „chemischer Qualität“, einem relativ reinen Material für spezielle Anwendungen, und „metallurgischer Qualität“, die hauptsächlich zur Herstellung von Legierungen dient. In der Keramikindustrie wird es zur Herstellung von Fritten, Ferriten und Porzellanglasuren eingesetzt. Das gesinterte Oxid dient zur Produktion von Nickelstahllegierungen. Es ist typischerweise in wässrigen Lösungen (Wasser) unlöslich und extrem stabil, wodurch es sich für verschiedene Keramikkonstruktionen eignet – von einfachen Tonschalen bis hin zu komplexer Elektronik. Auch in leichten Strukturbauteilen der Luft- und Raumfahrt sowie in elektrochemischen Anwendungen wie Brennstoffzellen, in denen es Ionenleitfähigkeit aufweist, findet es Anwendung. Nickelmonoxid reagiert häufig mit Säuren zu Salzen (z. B. Nickelsulfamat), die sich zur Herstellung von Galvanisierungen und Halbleitern eignen. NiO ist ein gängiges Lochtransportmaterial in Dünnschichtsolarzellen. Bis zur Entwicklung des umweltfreundlicheren NiMH-Akkus wurde NiO auch zur Herstellung von NiCd-Akkus verwendet, die in vielen elektronischen Geräten zum Einsatz kamen. NiO, ein anodisches elektrochromes Material, wurde in komplementären elektrochromen Vorrichtungen zusammen mit Wolframoxid, einem kathodischen elektrochromen Material, als Gegenelektrode eingehend untersucht.