Quelle: Offizieller Bericht des Wall Street News
Der Preis vonAluminiumoxidhat den höchsten Stand der letzten zwei Jahre erreicht, was zu einer Produktionssteigerung in der chinesischen Aluminiumoxidindustrie geführt hat. Dieser Anstieg der globalen Aluminiumoxidpreise hat chinesische Hersteller veranlasst, ihre Produktionskapazitäten aktiv auszubauen und die Marktchancen zu nutzen.
Laut den neuesten Daten von SMM International vom 13. JunithIm Jahr 2024 stiegen die Aluminiumoxidpreise in Westaustralien auf 510 Dollar pro Tonne und erreichten damit einen neuen Höchststand seit März 2022. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr überstieg 40 %, was auf Lieferengpässe Anfang dieses Jahres zurückzuführen ist.
Dieser deutliche Preisanstieg hat die Produktionsbemühungen in Chinas Aluminiumoxidindustrie (Al₂O₃) beflügelt. Monte Zhang, Geschäftsführer von AZ Global Consulting, gab bekannt, dass in der zweiten Jahreshälfte neue Produktionsprojekte in Shandong, Chongqing, der Inneren Mongolei und Guangxi geplant sind. Auch Indonesien und Indien bauen ihre Produktionskapazitäten aktiv aus und könnten in den nächsten 18 Monaten mit einem Überangebot konfrontiert sein.
Im vergangenen Jahr haben Lieferengpässe in China und Australien die Marktpreise deutlich in die Höhe getrieben. So kündigte beispielsweise Alcoa Corp. im Januar die Schließung ihrer Aluminiumoxidraffinerie in Kwinana mit einer Jahreskapazität von 2,2 Millionen Tonnen an. Im Mai erklärte Rio Tinto aufgrund einer Erdgasknappheit höhere Gewalt für Lieferungen aus seiner Aluminiumoxidraffinerie in Queensland. Diese rechtliche Erklärung bedeutet, dass vertragliche Verpflichtungen aufgrund unvorhersehbarer Umstände nicht erfüllt werden können.
Diese Ereignisse führten nicht nur dazu, dass die Aluminiumpreise an der Londoner Metallbörse (LME) einen 23-Monats-Höchststand erreichten, sondern erhöhten auch die Herstellungskosten für Aluminium in China.
Da sich das Angebot jedoch allmählich erholt, dürfte sich die angespannte Lage am Markt entspannen. Colin Hamilton, Leiter der Rohstoffforschung bei BMO Capital Markets, geht davon aus, dass die Aluminiumoxidpreise sinken und sich den Produktionskosten annähern werden, mit einem Wert von über 300 US-Dollar pro Tonne. Ross Strachan, Analyst bei der CRU Group, teilt diese Einschätzung und merkt in einer E-Mail an, dass die vorangegangenen starken Preisanstiege – sofern es nicht zu weiteren Angebotsengpässen kommt – beendet sein dürften. Er erwartet einen deutlichen Preisrückgang im Laufe des Jahres, sobald die Aluminiumoxidproduktion wieder aufgenommen wird.
Dennoch äußert die Morgan-Stanley-Analystin Amy Gower eine vorsichtige Einschätzung. Sie weist darauf hin, dass China seine Absicht bekundet hat, neue Aluminiumoxid-Raffineriekapazitäten streng zu kontrollieren, was das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage auf dem Markt beeinträchtigen könnte. In ihrem Bericht betont Gower: „Langfristig könnte das Wachstum der Aluminiumoxidproduktion begrenzt sein. Sollte China den Ausbau seiner Produktionskapazitäten einstellen, könnte es zu einem anhaltenden Mangel auf dem Aluminiumoxidmarkt kommen.“





