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Chinas nationale Politik der „Steigerung der Solarpanelproduktion“, doch die Überproduktion hält an… Die internationalen Siliziummetallpreise befinden sich im Abwärtstrend.

Der internationale Markt für Siliziummetall schrumpft weiter. China, das etwa 70 % der Weltproduktion ausmacht, hat die Steigerung der Solarmodulproduktion zu einer nationalen Strategie erklärt. Die Nachfrage nach Polysilizium und organischem Silizium für Solarmodule wächst, doch das Angebot übersteigt die Nachfrage. Daher ist der Preisverfall unaufhaltsam und es gibt keine neue Nachfrage. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Überproduktion noch eine Weile anhalten wird und die Preise stagnieren oder sogar allmählich sinken könnten.

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Der Exportpreis für chinesisches Siliziummetall, ein internationaler Richtwert, liegt derzeit bei rund 1.640 US-Dollar pro Tonne für die Sorte 553, die unter anderem als Zusatzstoff für Sekundäraluminiumlegierungen und Polysilizium verwendet wird. Er ist innerhalb von drei Monaten um etwa 10 % von rund 1.825 US-Dollar im Juni gesunken. Die Sorte 441, die in großen Mengen für Polysilizium und organisches Silizium eingesetzt wird, liegt aktuell bei rund 1.685 US-Dollar, ein Rückgang von etwa 11 % gegenüber Juni. Laut dem Nichteisenmetallhandelsunternehmen Tac Trading (Hachioji, Tokio, Japan) beträgt Chinas Produktion von SiliziummetallDie Produktion im Zeitraum Januar bis August 2024 wird auf rund 3,22 Millionen Tonnen geschätzt, was einer jährlichen Produktionsmenge von etwa 4,8 Millionen Tonnen entspricht. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Takashi Ueshima, erklärte: „Angesichts der Produktion von rund 3,91 Millionen Tonnen im Jahr 2023 dürfte dies eine deutliche Produktionssteigerung zur Erweiterung der Solarmodulproduktion darstellen, die als nationales Politikziel gilt.“ Die Nachfrage nach Polysilizium für Solarmodule wird für 2024 voraussichtlich 1,8 Millionen Tonnen pro Jahr und nach organischem Silizium 1,25 Millionen Tonnen betragen. Zusätzlich werden Exporte in Höhe von 720.000 Tonnen und eine Inlandsnachfrage nach Additiven für Sekundäraluminiumlegierungen von rund 660.000 Tonnen erwartet, was eine Gesamtmenge von rund 4,43 Millionen Tonnen ergibt. Daraus ergibt sich voraussichtlich eine Überproduktion von knapp 400.000 Tonnen. Im Juni beliefen sich die Lagerbestände auf 600.000 bis 700.000 Tonnen, dürften aber mittlerweile auf 700.000 bis 800.000 Tonnen angestiegen sein. Dieser Lageranstieg ist der Hauptgrund für die Marktschwäche, und es gibt keine Anzeichen für eine kurzfristige Preissteigerung. „Um sich im Bereich der Solarmodule, die ein nationales Politikfeld darstellen, einen Wettbewerbsvorteil zu sichern, werden die Unternehmen Rohstoffengpässe vermeiden wollen. Sie werden weiterhin Polysilizium und dessen Rohstoff metallisches Silizium produzieren“, so Vorsitzender Uejima. Ein weiterer Faktor für den Preisrückgang ist die gestiegene Produktion der Polysiliziumsorten „553“ und „441“ in China, die aufgrund der expandierenden Solarmodulproduktion hergestellt werden. Zu den zukünftigen Preisentwicklungen prognostiziert Vorsitzender Uejima: „Angesichts der Überproduktion gibt es keine Anzeichen für eine Preissteigerung, und es wird einige Zeit dauern, bis sich Angebot und Nachfrage ausgleichen. Der Markt dürfte im September und Oktober stagnieren oder leicht rückläufig sein.“