Mit der Umsetzung der chinesischen Lagerhaltungspolitik werden die Preise wichtiger Nichteisenmetalle wie Kupferoxid, Zink und Aluminium mit Sicherheit sinken. Dieser Trend spiegelte sich bereits im letzten Monat am Aktienmarkt wider. Kurzfristig haben sich die Preise für Massengüter zumindest stabilisiert, und bei Produkten, deren Preise in der vorangegangenen Periode deutlich gestiegen sind, besteht weiterhin Spielraum für Preisrückgänge. Betrachtet man die Kurse der letzten Woche, so ist der Preis für das Seltenerdmetall Praseodymoxid weiter gestiegen. Aktuell lässt sich davon ausgehen, dass sich der Preis für eine Weile im Bereich von 500.000 bis 53 Millionen Yuan pro Tonne stabilisieren wird. Dieser Preis stellt allerdings nur den vom Hersteller angegebenen Preis und einige Anpassungen am Terminmarkt dar. Im Offline-Handel sind keine nennenswerten Preisschwankungen erkennbar. Darüber hinaus konzentriert sich der Verbrauch von Praseodymoxid auf die Keramikpigmentindustrie, wobei die meisten Lieferanten hauptsächlich aus den Provinzen Ganzhou und Jiangxi stammen. Darüber hinaus hat sich die durch die anhaltenden Spannungen am Zirkonsandmarkt verursachte Verknappung von Zirkonsilikat weiter verschärft. Auch die Hersteller in den chinesischen Provinzen Guangdong und Fujian sind derzeit sehr angespannt, und die Preise sind entsprechend niedrig. Der Preis für Zirkonsilikatprodukte mit einem Reinheitsgrad von etwa 60 liegt bei 11.000 bis 13.000 Yuan pro Tonne. Die Marktnachfrage zeigt keine nennenswerten Schwankungen, und Hersteller wie Abnehmer rechnen mit einer positiven Preisentwicklung für Zirkonsilikat.
Im Hinblick auf Glasuren beschleunigen die Schmelzblock-Unternehmen, allen voran Zibo aus der Provinz Shandong, angesichts des allmählichen Verschwindens glänzender Fliesen vom Markt ihre Umstellung auf vollflächig polierte Glasuren. Laut Angaben des Chinesischen Verbandes für Bau- und Sanitärkeramik überstieg die nationale Keramikfliesenproduktion im Jahr 2020 zehn Milliarden Quadratmeter, wovon 27,5 % auf vollflächig polierte, glasierte Fliesen entfielen. Darüber hinaus stellten einige Hersteller Ende letzten Jahres noch ihre Produktionslinien um. Konservativ geschätzt wird die Produktion polierter, glasierter Fliesen im Jahr 2021 weiterhin bei rund 2,75 Milliarden Quadratmetern liegen. Berechnet man Oberflächen- und Polierglasur zusammen, ergibt sich ein nationaler Bedarf von etwa 2,75 Millionen Tonnen Polierglasur. Lediglich für die Deckglasur werden Strontiumcarbonatprodukte benötigt, und zwar in geringerer Menge als für die Polierglasur. Selbst wenn man von einem Anteil von 40 % Oberflächenglasur ausgeht und 30 % der polierten Glasurprodukte Strontiumcarbonat als Strukturformel verwenden, wird der jährliche Bedarf an Strontiumcarbonat in der Keramikindustrie auf etwa 30.000 Tonnen für polierte Glasuren geschätzt. Selbst unter Berücksichtigung einer geringen Menge Schmelzblock dürfte der Bedarf an Strontiumcarbonat auf dem gesamten heimischen Keramikmarkt bei rund 33.000 Tonnen liegen.
Laut Medienberichten gibt es in China derzeit 23 Strontiumabbaugebiete verschiedener Art, darunter vier Großbergwerke, zwei mittelgroße, fünf Kleinbergwerke und zwölf sehr kleine Bergwerke. Der chinesische Strontiumabbau wird von Kleinbergwerken und kleinen Bergwerken dominiert, wobei der Abbau auf Gemeinde- und Einzelbasis eine wichtige Rolle spielt. Von Januar bis Oktober 2020 exportierte China 1.504 Tonnen Strontiumcarbonat, während die Importe im gleichen Zeitraum 17.852 Tonnen betrugen. Die wichtigsten Abnehmerländer für chinesisches Strontiumcarbonat sind Japan, Vietnam, Russland, Iran und Myanmar. Die wichtigsten Importeure von Strontiumcarbonat in China sind Mexiko, Deutschland, Japan, Iran und Spanien. Die Importmengen belaufen sich auf 13.228 Tonnen, 7.236,1 Tonnen, 469,6 Tonnen bzw. 42 Tonnen. Hinzu kommen 12 Tonnen. Betrachtet man die großen Hersteller, so konzentrieren sich die Strontiumcarbonat-Produzenten der chinesischen Strontiumsalzindustrie auf die Provinzen Hebei, Jiangsu, Guizhou, Qinghai und andere. Ihre Produktionskapazitäten sind relativ groß. Sie betragen derzeit 30.000 Tonnen pro Jahr, 1,8 Milliarden Tonnen pro Jahr, 30.000 Tonnen pro Jahr und 20.000 Tonnen pro Jahr. Diese Regionen zählen zu den wichtigsten Strontiumcarbonat-Lieferanten Chinas.
Hinsichtlich der Marktnachfragefaktoren ist der Mangel an Strontiumcarbonat lediglich eine vorübergehende Folge von Ressourcenknappheit und Umweltschutzmaßnahmen. Es ist davon auszugehen, dass sich das Marktangebot nach Oktober wieder normalisieren wird. Derzeit sinkt der Preis für Strontiumcarbonat auf dem Markt für Keramikglasuren weiter. Die Notierung liegt im Bereich von 16.000 bis 17.000 Yuan pro Tonne. Im stationären Handel haben die meisten Unternehmen aufgrund des hohen Preises für Strontiumcarbonat ihre Rezepturen bereits angepasst oder ganz eingestellt und verwenden es nicht mehr. Einige Glasurexperten haben zudem darauf hingewiesen, dass Glasurpolierrezepturen nicht zwingend Strontiumcarbonat enthalten müssen. Das Strukturverhältnis von Bariumcarbonat kann die technischen Anforderungen von Schnellverfahren und anderen Prozessen ebenfalls erfüllen. Daher ist es aus Marktperspektive weiterhin möglich, dass der Preis für Strontiumcarbonat bis Ende des Jahres wieder auf 13.000 bis 14.000 Yuan sinkt.




